Sturmschäden auf Mallorca: So schlimm wütete das Horror-Unwetter

Zehn Tote, Chaos und Zerstörung

Durch das Unwetter und die Sturzfluten wurden ganze Autos zu Spielbällen des Wassers | Bild: Aresou Leisdorff/Facebook
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Erschreckende Szenen spielten sich am Dienstag im Osten von Mallorca ab. Ein heftiges Unwetter bescherte weiten Teilen der Insel heftigen Regen und unglaubliche Zerstörung. Videos zeigen, wie schlimm es vor allen Dingen die 8.300 Einwohner fassende Gemeinde Sant Llorenç getroffen hat.

Aresou von „All-In-Mallorca“ nahm einige gespenstige Momente auf. Autos hängen auf Leitplanken, vor Häusern, die zumindest äußerlich den Wassermassen Paroli bieten konnten, stehen die letzten letzten Überreste der Einrichtung, Bäume sind entwurzelt, Straßenschilder abgeknickt, Menschen – ob jung oder alt – versuchen Ordnung in das Chaos zu bringen.

Nach bisherigem Stand kamen mindestens zehn Menschen bei dem Unwetter ums Leben. Innerhalb von nur zwei Stunden fielen bis zu 233 Liter Wasser auf den Quadratmeter. Ein kleiner Sturzbach verwandelte sich in einen gewaltigen Strom, der Autos, Menschen und Häuser mit sich riss. Augenzeugen berichten von kriegsähnlichen Zuständen oder noch schlimmer.

Diejenigen, die sich gerade noch rechtzeitig retten konnten, besitzen oft nur noch ihre Kleidung, die sie am Körper tragen. Was man sonst nur aus echten Kriegsgebieten hört oder nach der Zerstörungswut eines tropischen Hurrikans, spielte sich wirklich auf Mallorca ab. Nur zweieinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt.

Die „Goodbye Deutschland“-Auswanderin Jennifer Matthias berichtete auf Facebook von einer „absoluten Horrorfahrt“ mit ihrem Sohn Leon, als sie vom Flughafen aus nach Hause wollten. „Alles gesperrt, alles überflutet, Polizei, Krankenwagen, etc.“

„Was ich dann jetzt auf dem Heimweg alles sehen musste, ergreift mich total! Ich hoffe so sehr, dass alles gut wird und die Menschen schnell wieder in ihre Häuser können und ein großes Beileid an diejenigen, die es nicht überlebt haben. 😔 Man vergisst viel zu schnell, dass wir hier auf eine Insel leben!“

Cala Millor (nur ein paar Kilometer von Sant Llorenç entfernt), wo sie ihren Laden hat, scheint glimpflich davongekommen zu sein. Im etwas weiter nördlich gelegenen Can Picafort standen Straßen unter Wasser.

Neben vielen Freiwilligen (u.a. der mallorquinische Tennisstar Rafael Nadal) und Einsatzkräften ist auch das Militär mit 300 Mann im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Aktuell werden noch ein 5-jähriges Kind und ein deutsches Urlauber-Ehepaar vermisst.

Inzwischen wurde auch ein offizielles Spendenkonto eingerichtet. Also wer nicht vor Ort ist, aber trotzdem helfen will, der kann das laut der ‚Mallorca Zeitung‚ über diese Bankverbindung bei der Sparkasse La Caixa tun: ES 86 2100 0161 8802 0018 8265.

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