Finca-Urlaub auf Mallorca: Ein Erfahrungsbericht

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Eine eigene Finca? Im Sommerurlaub 2016 verwirklichten wir uns diesen Traum

Unsere Familie fährt nun schon seit 20 Jahren nach Mallorca und bis auf eine Ausnahme, ging es für uns immer in ein Hotel. In diesem Jahr wollten wir wieder etwas unabhängiger sein und beschlossen, noch einmal ein Apartment oder eine Finca zu mieten.

Nun wollen wir unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Die Suche

Im Februar, also schon ziemlich spät, machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Bleibe für unseren Urlaub, der bereits im Mai oder Juni stattfinden sollte. Abgesehen von diesem recht vagen Datum, waren wir flexibel, was die Reise angeht. Da wir sowieso planten, uns einen Mietwagen zu nehmen, war es uns egal, ob wir nun in der Nähe eines Strandes oder im Inselinnern wohnen.

Nach tagelanger Suche fanden wir dann endlich eine Finca, die uns allen gefallen hat. Diese wurde fix gebucht und nachdem die Bestätigung kam, kümmerten wir uns auch schon um die Flüge.

Die Ankunft

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Die Stufen zu unserem zeitweiligen Zuhause

Die Wochen vergingen und der Tag der Abreise rückte immer näher. Nachdem wir auf Mallorca landeten und im Mietwagen saßen, gaben wir dem Vermieter der Finca Bescheid, damit wir uns in Petra treffen können. Die Finca liegt nämlich ein wenig außerhalb und der Besitzer hatte (sicherlich zurecht!) Angst davor, dass wir unser vorläufiges Zuhause im Dunkeln nicht finden werden.

Gemeinsam ging es dann zu der Finca, die uns der Besitzer – Rafael – ganz genau zeigte. Er verriet uns, wo was zu finden ist und beantwortete unsere Fragen. Im Kühlschrank fanden wir zwei Flaschen Wasser und einen Apfelsaft, sodass wir die erste Nacht nicht verdursten mussten.

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Die Finca

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Entspannen am Pool ist noch entspannender, wenn man ihn nicht teilen muss

Jeder von uns hat sich in diesen knapp drei Wochen in die kleine, aber sehr feine Finca verliebt. Da der Vermieter im Winter selbst darin wohnt, war sie mit allem ausgestattet, was man braucht und wirklich nichts fehlte. Im Haus und auch draußen gab es sehr viele liebevolle Details zu entdecken, die einem das Gefühl gaben, Zuhause zu sein. Wir hatten alles was wir brauchten (und noch ein bisschen mehr!) und konnten von der Terrasse aus den wunderschönen Blick über Petra genießen. Bei Dunkelheit sahen wir sogar die Kirche des Dorfes, die jede Nacht hell erleuchtet wird.

Auch ein Pool gehört zu der Finca, sodass wir nach 20 Jahren Mallorca erstmals unseren eigenen Pool hatten! Der war auch ziemlich groß, sodass wir einige Runden schwimmen und auch den einen oder anderen Sprung ins kühle Nass wagen konnten – herrlich!

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Wenn wir nicht gerade die Insel erkundete, ließ es sich in der Finca herrlich entspannen

Zum Grundstück gehörte auch der Garten von Rafael, der jede Menge Obst, Gemüse und Kräuter anpflanzt und fast jeden Tag vorbeischaut, um nach dem Rechten zu sehen. Wie viele andere Mallorquiner auch, scheint er sich nicht sonderlich für Zitronen zu interessieren, die regelmäßig auf dem Boden landeten.

Also bedienten wir uns einfach täglich mit den frischen Köstlichkeiten, die wir definitiv vermissen werden. Die saftigen Zitronen aus dem (zumindest temporär) eigenen Garten, sind einfach nicht mit denen zu vergleichen, die es hierzulande im Supermarkt zu kaufen gibt.

Wer sich ein wenig mit Mallorca auskennt, der weiß natürlich, dass in Petra nicht unbedingt viel los ist. Und da wir auch noch etwas außerhalb waren, konnten wir eine unglaubliche Stille genießen, die nur von Hähnen und den bellenden Hunden (davon gab es echt viele!) gestört wurden.

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Diesen Ausblick auf Petra durften wir jeden Morgen genießen

Fazit:

Gerne wieder! Der Urlaub in der Finca war traumhaft schön und man konnte sich seine Zeit so einteilen, wie man das wollte. Wir mussten weder auf Essenzeiten achten, noch war der Pool in der Nacht geschlossen, sodass es die eine oder andere nächtliche Schwimmstunde gab.

Der einzige Nachteil war die Zeit, die man in den Haushalt investieren muss. Lebensmittel einkaufen, waschen, kochen und putzen – das nimmt einem leider keiner ab. Man sollte also ganz genau abwägen, ob man in seinem Urlaub dafür Zeit aufbringen möchte.

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