Seebälle oder Meerbälle: Das sind die braunen Kugeln am Strand

Seebälle finden sich häufig an Mallorcas Stränden
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Alle Jahre wieder trifft man an den Stränden Mallorcas und rund um das Mittelmeer auf kugelförmige, braune und haarige Gebilde. Manch einer könnte denken, das sind Tennisbälle, die vom Salzwasser allmälich aufgelöst werden, tote Tiere oder gar angespülte Kokosnüsse. Ich verrate euch, was es wirklich damit auf sich hat!

Es handelt sich um Seebälle oder auch Meerbälle, die nicht nur an den balearischen Stränden anzutreffen sind, sondern weltweit. Diese runden Knäule sind nichts weiter als abgestorbene Pflanzenteile des See- bzw. Neptungrases (Posidonia oceanica). Gehäuft treten die Kugeln nach Stürmen in Frühjahr oder Herbst auf.

Ich habe Anfang Mai im vorgezogenen Sommerurlaub welche aufgelesen und mitgenommen, die jetzt zu Hause als Deko dienen. Da lagen MASSEN von diesen Dingern rum, deshalb hatte ich die freie Wahl, mir die schönsten rauszusuchen.

Um 1200 wurde den Seebällen eine heilende Wirkung nachgesagt. Auch gingen wohl einige davon aus, dass die fasrigen Kullern in den Mägen von Fischen ihren Ursprung haben und durch das Schlucken von unverdaulichem Seegras entstehen.

Seeball-meeresball-Seegras
Seebälle machen sich auch gut als Deko

Die Seegras-Kugeln sind übrigens mehr als nur lästige Meeresüberbleibsel, die Mutterpflanzen sind biologisch sehr wertvoll.. Seegrasfelder setzen pro Tag aus zwei Quadratmetern Wasser 14 Liter Sauerstoff frei. Es soll sogar mehr des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 in Sauerstoff umwandeln, als es der Regenwald tut. Küsten und Strände werden vor Erosion geschützt, nicht zuletzt bieten die Pflanzen Lebensraum und Nahrung für diverse Tiere.

Ungünstig ist, dass eine Seegrasbank etwa 10 Jahre benötigt, um sich zu entwickeln. Da der Klimawandel durch Luftverschmutzung und andere vom Menschen hervorgerufene Probleme allerdings schnell voranschreitet, ist das leider keine große Hilfe, um den Planeten zu retten. Und das Neptun-/Seegras ist auch selbst vom Aussterben bedroht. Der spanische Meeresbiologe Carlos Duarte vom Mittelmeerinstitut der Balearen schätzt, dass es in 50 Jahren im Mittelmeer kein Seegras mehr geben wird.

Quellen: Wikipedia/ecoblog.it

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