Neues Gesetz verbietet blutige Stierkämpfe auf Mallorca

Großer Sieg für den Tierschutz

Stierkampfarena-Muro
Die Stierkampfarena in Muro

Endlich ist auch Mallorca im 21. Jahrhundert angekommen! Den Stierkämpfen, die in jedem Fall tödlich für den Stier ausgehen, wird nun per Gesetz ein Riegel vorgeschoben.

Das Balearen-Parlament hat eine Verordnung verabschiedet, die es verbietet, die Tiere bei den traditionsreichen Veranstaltungen zu verletzen oder zu töten. Strengere Auflagen gibt es für den Transport und die Dauer des Martyriums. 10 Minuten darf ein Stier nur in die Arena, der Einsatz von Speeren und Lanzen ist verboten.

Zudem müssen sowohl Stierkämpfer als auch Stier zu Dopingkontrollen anrücken, weil beide bisweilen aufgeputscht die Arena betreten würden. Nur einer davon freiwillig.

Strenge Auflagen bei Stierkämpfen auf Mallorca

Und die Stellschrauben werden noch weiter angezogen. Kindern und Jugendlichen ist es untersagt, sich die Kämpfe anzuschauen. Außerdem wird kein Alkohol mehr ausgeschenkt. Saftige Geldstrafen sollen der Abschreckung dienen. Bei leichten Verstößen ist man mit 300 Euro dabei, in besonders schweren Fällen kann sich die Geldbuße auf bis zu 100.000 Euro belaufen.

Wie die ‚Mallorca Zeitung‚ berichtet, stimmten die Oppositionsparteien gegen die Neuregelung, weil sie gegen spanische Gesetze verstoßen könnte. Stierkämpfe werden allgemeinhin als „Kulturgut“ gesehen, auch wenn sie längst in mehreren Gemeinden auf den Balearen untersagt wurden.

Nie mehr ein Stierlauf in Fornalutx?

Eng wird es auch für den Stierlauf durch Fornalutx, der jedes Jahr durch den kleinen Ort im Tramuntana-Gebirge führt. Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass mindestens eine hundertjährige Tradition nachgewiesen werden muss, um diese fortzuführen. Weil sich das allerdings als schwierig erweist, fiel das Event dieses Jahr bereits ins Wasser.  Nun würden Verhandlungen laufen, den Stier nicht mehr an ein Seil gebunden durchs Dorf zu scheuchen, sondern ihn in einem abgesicherten Areal laufen zu lassen.

So oder so ist es ein Sieg für den Tierschutz, um den es in südlicheren Ländern ja nicht immer so gut bestellt ist.

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