Capdepera: Verwinkelte Gassen und eine Burg

Vom Castell de Capdepera aus hat man einen schönen Blick über die Gemeinde und Mallorca an sich
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Die rund 11.200 Einwohner fassende Kleinstadt Capdepera liegt im Nordosten von Mallorca, nur einen Katzensprung vom Badeort Cala Ratjada entfernt.

Großer Anziehungspunkt für kulturbegeisterte Urlauber ist die ehemalige Stadtmauer und Burg von Capdepera, die ursprünglich dazu diente, die Bevölkerung vor Piratenangriffen zu schützen. Diese Funktion erfüllte das Castell de Capdepera noch bis ins 18. Jahrhundert hinein. König Jaume II. ließ es auf einer Fläche von 8.069 Quadratmetern in Form eines Dreiecks erbauen.

Castell de Capdepera: Eine Burg mit Geschichte

Eine Legende erzählt, dass die Bewohner zum Ende des 14. Jahrhunderts mal wieder von Freibeutern angegriffen wurden. Daraufhin suchten sich die Menschen Hilfe bei ihrer Madonna. Sie holten sie aus der Kapelle und platzierten sie demonstrativ auf der Mauer. Plötzlich sei dichter Nebel aufgestiegen und die Piraten hätten das Weite gesucht.

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Diesem Vorfall verdankt die Madonna samt der in der Festungsanlage integrierten Kapelle ihren Namen Nuestra Senyora de la Esperanza, was übersetzt so viel wie „Unsere Dame der Hoffnung“ bedeutet.

Etwa 125 Wohnhäuser befanden sich innerhalb der Grenzen dieser Stadtmauer. Leider sind heute nur noch wenige Überreste davon übrig.

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Als die Gefahr von Überfällen immer weiter schwand, begann im 17. Jahrhundert auch die Besiedlung außerhalb der Mauern zu Fuße des 159 Meter hohen Puig de Capdepera. Dadurch bekam der Ort sein heutiges Gesicht mit den typischen Natursteinhäusern.

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Im 18. Jahrhundert verwandelte sich die Anlage kurzzeitig in den Militärstützpunkt eines Gouverneurs, doch im Jahr 1854 endete auch diese Ära endgültig. Viele Jahre stand das Castell leer, doch nachdem es 1983 an die Gemeinde überging, wurde es zum schützenswerten Kulturgut ernannt und schließlich zu einer beliebten Touristenattraktion.

Die Burganlage ist ganzjährig für Besucher geöffnet und bietet einen tollen Rundumblick sowohl auf das Inselinnere als auch die Küstenlinie. Alle Einnahmen dienen der Erhaltung des Kulturerbes der Gemeinde Capdepera. Seit dem Jahr 2017 sind pro Kopf 3 Euro Eintritt fällig, Kinder kommen gratis rein. Aufgrund einer EU-Verordnung werden nun auch Residenten zur Kasse gebeten.

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Veranstaltungen in Capdepera

Seit dem Jahr 2000, zur 700-Jahr-Feier der Festung, wird jedes dritte Maiwochenende im Ort ein Mittelalterfest mit Straßenumzügen und Tanzaufführungen veranstaltet. Zudem wird mittelalterliches Kunsthandwerk, zum Beispiel das Korbflechten, gezeigt und allerlei Köstlichkeiten feilgeboten.

Am 17. Januar wird, wie vielerorts auf Mallorca, das San Antoni Fest gefeiert, mit dem der Heilige Antonius geehrt wird, dem Schutzpatron der Tiere. Dabei werden Tiersegnungen abgehalten. Bereits am Vortag findet der Marsch der Teufel vom Carrer Nou zur Kirche statt. Um 19 Uhr werden im Beisein „teuflischer“ Statisten und Musiker Lagerfeuer angezündet.

Jeden Mittwoch ist Wochenmarkt in Capdepera. Mehr Informationen dazu gibt es in unserer Übersicht aller Wochenmärkte auf Mallorca.

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Hotels und Unterkünfte in Capdepera

Aufgrund seiner Lage im Inselinneren ist Capdepera vom Massentourismus und hässlichen Hotelkomplexen verschont geblieben. Holidaycheck weist mit dem „Predi Son Jaumell“ Anzeige lediglich ein schickes Landhotel aus, das am Stadtrand liegt und irrsinnig gute Bewertungen hat. Mit Preisen jenseits der 200 Euro pro Nacht ist es allerdings auch nicht wirklich günstig.

Auf Fewo-Direkt Anzeige gibt es dafür eine stattliche Anzahl an Fincas und Ferienwohnungen zu entdecken.

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Umgebung von Capdepera

Der Ort Capdepera selbst hat aufgrund mangelnder Meereslage keine Strände. Doch nach 10 Minuten Fahrzeit erreicht man schon Cala Ratjada, dessen Strand allerdings in der Hauptsaison einer Sardinenbüchse gleicht.

Ebenfalls nur wenige Minuten entfernt liegt die Cala Mesquida. Auch die Cala Moltó sowie die Cala Agulla bieten sich für Badestopps an.

Rund 10 Kilometer südöstlich von Capdepera bieten sich die Cuevas de Artá für einen Ausflug an. Ein Tropfsteinhöhlensystem, zu dessen Eingang eine lange steinerne Treppe führt. Die Besichtigung ist ganzjährig möglich, allerdings variieren in der Nebensaison die Öffnungszeiten. Eintritt kostet 15 Euro, Kinder von 7 bis 12 Jahren kommen für 7 Euro rein.

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