Mallorca Top 10: Die schönsten Ausflugsziele

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Mit dieser Top 10 haben wir die schönsten Ausflugsziele zusammengestellt, die in jedem Mallorca-Reiseführer ganz oben stehen sollten. Jedes einzelne haben wir selbst mehrfach besucht. Manche weil sie uns von Anfang an fasziniert haben, andere, weil wir im Nachhinein durch die Arbeit an We Love Mallorca auf neue Fakten gestoßen sind und mit diesem „Insider-Wissen“ neu für uns entdeckt haben.

Inhaltsverzeichnis:

Palma – die quirlige Hauptstadt

„Palma ist der lebenswerteste Ort der Welt“ – das war 2015 das Ergebnis einer Wahl der britischen Zeitung „The Sunday Times“. Unter 50 Städten behauptete sich die Inselhauptstadt bei Kriterien wie Lage, Klima, Lebensqualität und Kulturangeboten. Egal was das Herz begehrt: Ob Museumsbesuche, shoppen in noblen Boutiquen, Spaziergänge in engen Gassen bei einzigartig mediterranem Flair, Restaurants und Bars, Besichtigung von Bauwerken aus über neun Jahrhunderten, herumlümmeln am Strand, Konzerte, Bootstouren oder einfach Entspannung pur – Palma lässt keine Wünsche offen.

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Die Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca lockt besonders im Sommer viele Touristen an

Wer das erste Mal die „Perle des Mittelmeeres“, wie die balearische Metropole auch genannt wird, besucht, sollte sich für zwei oder drei Sehenswürdigkeiten entscheiden, denn oft sind es gerade die Details und Hintergründe, die dem Besucher die Geschichte und Bedeutung eines Bauwerkes erst näherbringen. Ohne Zeitdruck und Stress ist die historische Altstadt am idealsten zu Fuß zu erkunden, alternativ natürlich auch mit Fahrrad oder einem Segway. Ein Stadtplan hilft, in dem Wirrwarr der vielen verwinkelten Gassen nicht die Orientierung zu verlieren. Es lohnt sich auch immer wieder, in ruhige, eher unscheinbare Seitenstraßen einzubiegen, denn viele Stadtpaläste bieten hinter hohen Gitterzäunen Einblicke in imposante Innenhöfe, den sogenannten Patios.

In der Hauptsaison überfluten die Touristen regelrecht das Stadtzentrum, weshalb Palma besonders an den wenigen Regentagen das Ausflugsziel Nr. 1 auf der Insel ist. Im Winter kann man bei Temperaturen um die 17 Grad (etwas Wohlwollen des Wettergottes vorausgesetzt) und meist fünf bis sechs Sonnenstunden den beschaulichen Charakter der 400.000 Einwohner zählenden Metropole am Mittelmeer kennenlernen.

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Ein schattiges Plätzchen vor der Kathedrale, auf dem von Händlern und Künstlern Waren angeboten werden

Die bloße Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten scheint unerschöpflich. Vom kleinen Tante-Emma-Laden mit einer Breite von kaum zwei Metern, in dem man die landestypische Sobrasada, Serrano-Schinken oder Souvenirs kaufen kann, über Geschäfte bekannter internationaler Marken wie Desigual, Zara oder Hugo Boss, bis hin zu großen Kaufhäusern (El Corte Inglés) oder modernen Einkaufszentren wie dem 2016 eröffneten FAN Mallorca Shopping gibt es alles, was das kauflustige Herz begehrt. Zu einer bekannten Adresse für Luxus-Shopping hat sich in den letzten Jahren der Paseo del Born entwickelt, nicht umsonst nennt man den Boulevard auch die „Straße der Designer“ oder die „goldene Meile“.

Definitiv ist ein Tag für die Erkundung der Stadt nicht ausreichend. Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Palma de Mallorca haben wir euch in einer separaten Liste aufbereitet.

Sa Calobra und Torrent de Pareis

Als spektakulär kann man schon die Anreise nach Sa Calobra über die berühmte Serpentinenstraße in den nur wenige Häuser zählenden Ort bezeichnen. Die enge, etwa 14 Kilometer lange Piste überwindet in unzähligen Kurven einen Höhenunterschied von 682 Metern und bietet – jedenfalls den Beifahrern – faszinierende Ausblicke in die bizarre Berglandschaft der Serra de Tramuntana. Legendär ist hier der sogenannte „Krawattenknoten“; so genannt, weil die Straße praktisch um sich selbst kreist.

Sa Calobra selbst besteht nur aus einer Handvoll Häuschen mit einem kleinen Steinstrand, einer Anlegestelle für die mehrfach am Tag einlaufenden Touristenboote sowie einigen Restaurants und Souvenirshops.

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Blick in Richtung Meer

Der Weg entlang der Bucht endet an einem in den Fels gehauenen Tunnel, an dessen Ausgang man unvermittelt vor einer traumhaften Naturkulisse, dem Torrent de Pareis, steht. Die Schlucht, die über Millionen Jahre von den Niederschlägen geformt wurde, ist die zweitgrößte im Mittelmeerraum. Der in den Sommermonaten ausgetrocknete Sturzbach mündet hier am Playa de Torrent de Pareis ins Meer, führt jedoch bei Starkregen Wasser. Wenn die Witterung es erlaubt, sollte man auf alle Fälle in den Canyon hineinlaufen, es gibt Höhlen zu entdecken oder auch Ziegen zu beobachten.

Nicht nur Touristen haben diese überwältigende Naturkulisse für sich entdeckt, sondern auch die Filmindustrie. So wurden hier unter anderem Szenen für die Filme „Sindbads 7. Reise“, „Sindbads gefährliche Abenteuer“ oder „Der Wolkenatlas“ gedreht.

Aber. Aber. Aber. Der Torrent de Pareis gehört zweifellos zu den atemberaubendsten Plätzen Mallorcas und ist dementsprechend überlaufen, über 30.000 Touristen besuchen jährlich den Ort. Nach Möglichkeit sollte man deshalb den Ausflug in den frühen Morgenstunden oder ab 16.00 Uhr planen, dann legen die letzten Boote ab und die Busse sind auf der Rückfahrt.

Son Marroig – Herrenhaus mit Weitblick

Son Marroig – ein feudales Herrenhaus in exponierter Lage. Der Panoramablick, den man von der Loggia des Gebäudes aus genießen kann, macht wohl jeden Besucher in diesem Augenblick zumindest ein wenig glückselig. Im Vordergrund steht ein weißer Pavillon aus Carrara-Marmor, der durch die grünen Hänge der Serra de Tramuntana, dem glitzernden Meer und azurblauen Himmel den perfekten Rahmen erhält.

Tipp: Auch ein Besuch des nur wenige Minuten mit dem Auto entfernten Kloster Miramar ist absolut empfehlenswert!

Lange Zeit war das Landgut im Besitz von Erzherzog Ludwig Salvator. Er kam nach Mallorca, sah Mallorca und blieb. Im Nachhinein kann man ihn durchaus als einen der ersten Auswanderer und Naturschützer bezeichnen. So erwarb er nach und nach Landstücke zwischen Deiá und Valldemossa, um die uralten Olivenbaumplantagen vor der Abholzung zu bewahren. Er ließ Wege anlegen, die noch heute als Wanderpfade genutzt werden. Beispielsweise den direkt vom Grundstück abgehenden Weg zum Lochfelsen Sa Foradada. Für die etwa einstündige Wanderung hinunter zum Meer sollte man sich unbedingt Zeit nehmen.

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Der kleine Pavillon von Son Marroig, der auf vielen Mallorca Postkarten zu sehen ist

Das Haupthaus beherbergt bereits seit dem Jahr 1927 ein Museum, in dem zahlreiche Exponate aus dem Leben des Erzherzogs, Keramiken und mallorquinische Malerei ausgestellt werden. Im angrenzenden Garten kann man auf Bänken unter den Schatten spendenden Bäumen an einem kleinen Teich relaxen.

Öffnungszeiten (Stand 2017):
Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Eintrittspreis (Stand 2017):
4,00 EUR

Das schöne Bergdorf Valldemossa

Das malerische Bergdorf Valldemossa inmitten in der Tramuntana ist der Touristenmagnet der Insel schlechthin. Die 2000 Einwohner haben jährlich etwa 1,2 Millionen Besucher „zu verkraften“.

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Eine der vielen schönen Gassen in Valldemossa

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist ohne Frage die Kartause von Valldemossa. Die Klosteranlage beherbergte bis 1835 Mönche des Kartäuserordens. Danach erfolgte die Privatisierung aller Gebäude, die Klosterzellen wurden einzeln verkauft. 1838 zogen dann einen Winter lang der polnische Komponist Frédéric Chopin und seine Geliebte George Sand mit ihren Kindern in zwei der Klosterzellen ein. Der Aufenthalt stand aber unter keinem guten Stern: Krankheit, Kälte, schlechtes Wetter und auch die Ablehnung der Einheimischen dem unverheirateten Liebespaar gegenüber veranlassten sie, die Insel nach wenigen Monaten wieder zu verlassen. Was blieb ist einer der bekanntesten Reiseführer – der Roman „Ein Winter auf Mallorca“ Anzeige. In dem Buch kritisiert die Schriftstellerin sehr die damalige Bevölkerung, beschreibt aber auch voller Bewunderung die Natur und die Landschaft der Insel.

Heute kann man in der Klosteranlage die Kirche, eine alte Apotheke aus dem 18. Jahrhundert, die Bibliothek, den Audienzsaal des Klostervorstehers sowie eine Druckerei aus dem Jahr 1584 besichtigen. Außerdem gibt es Ausstellungen über das Leben des Erzherzogs Ludwig Salvator von Österreich und zeitgenössische Kunst.

Eintrittspreis (Stand 2017):
8,50 EUR/4,00 EUR

In dem kleinen Chopin-Museum kann man die Klosterzellen, in denen Frederic Chopin und George Sand lebten, mit seinem Originalklavier sowie die angrenzenden romantischen Gärten besichtigen.

Eintrittspreis (Stand 2017):
4,00 EUR/2,00 EUR

Der gesamte Ort zieht den Besucher durch sein mediterranes Flair in seinen Bann: enge Gassen mit farbigen Hibiskussträuchern oder immergrünen Pflanzen in braunen Tongefäßen und liebevoll gepflegte Natursteinhäuser mit ihren typischen grünen Fensterläden. Wer aufmerksam durch das Städtchen bummelt, dem wird der bunte Kachelschmuck an den Häusern auffallen. Die Azulejos zeigen Motive aus dem Leben der hier im Jahre 1531 geborenen Catalina Thomás, der am meisten verehrten Heiligen Mallorcas.

Mit dem Roten Blitz von Palma nach Sóller

Eine besondere und bequeme Art Mallorca zu entdecken, ist eine Fahrt mit dem Roten Blitz. Etwa eine Stunde rattert der „Tren de Sóller“ gemächlich vorbei an Orangenhainen und Mandelbaumplantagen, über Viadukte und durch mehrere Tunnel. Mitten auf der Strecke gibt es am Mirador del Pujol d’en Banya einen Fotostopp mit Blick über das gesamte Tal von Sóller und die Berge der Serra de Traumuntana.

Die Waggons mit ihren alten Holzbänken, nostalgischen Gepäcknetzen und Messingleuchten, die beim Durchfahren der Tunnel wild flackern, versetzen den Reisenden unwillkürlich zurück in die Vergangenheit. Nicht nur die Züge scheinen einem Museum zu entspringen, auch die Bahnhöfe in Palma an der Placa de Espanya, in Bunyola oder Sóller vermitteln ein Flair aus längst vergangenen Zeiten.

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Der berühmte Rote Blitz fährt von Palma nach Sóller. Von dort aus geht es dann mit der Straßenbahn weiter bis nach Port de Sóller.

Was heute eine Touristenattraktion ist, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Wunsch der Bewohner des Städtchens Sóller, das von der hohen Gebirgskette der Alfábia umgeben wird, direkt und einfach nach Palma zu gelangen, um vor allem Orangen und Gemüse ohne Anstrengung befördern zu können. Heute dient der Rote Blitz hauptsächlich der Beförderung von Urlaubern.

1907 begann der Bau der Bahnstrecke gleichzeitig von Palma und von Sóller aus. 13 Tunnel mussten durch das Bergmassiv geschlagen werden, der längste Tunnel misst 2.856 Meter. Nach reichlich 4 Jahren konnte die 27 Kilometer lange Strecke am 7. Oktober 2011 erstmals befahren werden, die offizielle Einweihung fand am 16. April 1912, dem Tag des Untergangs der Titanic, statt. Im Gegensatz zu dem Unglücksschiff ist der Zug das sicherste Verkehrsmittel der Insel – 90 Jahre war sie unfallfrei unterwegs. Der einzige Unfall geschah im Jahr 2001 bei einem Wendemanöver im Bahnhof von Palma.

Direkt am Endpunkt der Eisenbahnlinie in Sóller schließt sich die 4,8 Kilometer lange Straßenbahnstrecke nach Port de Sóller an. Hintergrund für den Bau dieser Verlängerung war der Umstand, dass der Staat seinerzeit nur Bahnlinien ab einer Länge von 30 Kilometern subventionierte.

Zu guter Letzt: Warum wird der „Rote Blitz“ denn überhaupt „Roter Blitz“ genannt? Weder von der Farbe noch aus der Geschwindigkeit kann heutzutage dieser Name abgeleitet werden. Vor 100 Jahren sah dies jedoch etwas anders aus. Die erste Dampflokomotive, die damals zwischen Palma und Sóller unterwegs war, war zum einen schwarz-rot und für die damaligen Verhältnisse „blitzschnell“.

Abfahrtszeiten von Palma nach Sóller (Stand 2017):
Sommer (April-Oktober): 10.10 Uhr, 10.50 Uhr, 12:15 Uhr, 13.30 Uhr, 15.10 Uhr und 19.30 Uhr
Winter (Februar, März, November, Dezember): 10.30 Uhr, 12.50 Uhr, 15.10 Uhr und 18.00 Uhr

Preise (Stand 2017):
Hin- und Rückfahrt Palma-Sóller-Palma 25,00 EUR
Kombi-Ticket für Eisen- und Straßenbahn Palma-Sóller-Palma 32,00 Euro

Das Kloster Santuari de Lluc

Das Santuari de Lluc ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Touristen, sondern auch für die Inselbewohner, denn es ist der wichtigste Pilger- und Wallfahrtsort und das christliche Zentrum auf der Baleareninsel. Beispielsweise ist jeden ersten Samstag im August Lluc das Ziel von tausenden Läufern, die nachts 48 Kilometer weit von Palma zum Kloster laufen.

Wie um viele spirituelle Orte dieser Art, rankt sich auch hier eine Legende um dessen Entstehung. Im Jahre 1229 soll ein Junge namens Lluc an dieser Stelle unter einem Felsvorsprung die Figur einer schwarzen Madonna gefunden haben. Er brachte sie in die Kirche von Escorca. Doch am nächsten Tag war sie verschwunden und befand sich wieder unter dem Felsvorsprung. Dies wiederholte sich Tag für Tag, bis die Einwohner von Escorca am Fundort eine kleine Kapelle für die schwarze Madonna errichteten, die den Grundstein für das spätere Kloster bildete. In ganz Spanien gibt es insgesamt nur drei schwarze Madonnen, weswegen die Sa Morenita (übersetzt die kleine Schwarze) von Lluc besonders verehrt wird.

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Das Kloster Lluc bei Nacht | sanxion / Pixabay

Zur Klosteranlage gehören heute die Wallfahrtskirche, eine Internatsschule, eine Herberge, die Gemeindeverwaltung von Escorca, Restaurantes, ein Souveniershop und ein Museum, in dem Musikinstrumente, Keramiken, Trachten, Waffen und vieles mehr ausgestellt werden. Sehenswert ist auch der angrenzende Klostergarten. Einen grandiosen Blick auf den gesamten Wallfahrtsort und die umliegenden Täler hat man von dem hinter dem Kloster liegenden Hügel mit seinem weithin sichtbaren Metallkreuz.

Die Kirche, das Herzstück des Santuari, wurde in der Form eines lateinischen Kreuzes erbaut. Das Zentrum bildet eine prächtige Kuppel, durch die Tageslicht die Gemälde der zwölf Apostel erleuchtet. Im hinteren Teil der Basilika steht sie dann – die schwarze Madonna mit dem Jesuskind auf dem Arm.

Zu guter Letzt: die Begrifflichkeit „Kloster“ ist für Lluc streng genommen nicht korrekt. Santuari bedeutet Heiligtum und Monestir bedeutet Kloster. Aber es kommt wohl nicht auf die richtige Bezeichnung sondern auf die Ausstrahlung dieses christlichen Ortes an.

Cap de Formentor – am nördlichen Zipfel Mallorcas

Das Cap de Formentor mit seinem Leuchtturm ist der nördlichste Punkt Mallorcas. Die Landzunge mit ihrer bizzaren Felslandschaft aus Schluchten und Buchten ragt 15 Kilometer ins Mittelmeer und ist zwischen 1 und 3 Kilometer breit.

Schon die etwa 13,5 Kilometer lange Serpentinenstraße zum Leuchtturm bietet atemberaubende Ausblicke auf die Steilküste und das Meer. An den ausgeschilderten Aussichtspunkten entlang der Strecke oder Abzweigungen sollte man sich auf alle Fälle die Zeit nehmen, eine Pause einzulegen.

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Die Aussicht vom Mirador des Colomer

Das wohl bekannteste Panorama genießt man zweifellos vom Mirador des Colomer: 200 Meter hohe senkrecht abfallende Felswände, grüne Berghänge, das azurblaue Meer und im Vordergrund die kleine Insel Es Colomer, der die Aussichtsplattform ihren Namen verdankt, ein Fotomotiv, das in keinem Reiseführer fehlt.

Tipp! Für die Tour sollte man die frühen Morgen- oder Abendstunden wählen, um den Touristenrummel zu meiden.

Direkt am Parkplatz der Aussichtsterrasse befindet sich ein Wegweiser mit der Aufschrift „Talaia d`Albercutx“, folgt man der Straße, entdeckt man einen Wachturm aus längst vergangenen Zeiten. Die Aussicht, die man von hier genießen kann, ist unvergesslich: das Bergpanorama mit Blick auf die Bucht Cala Pi de la Posada mit der kleinen vorgelagerten Insel Illa de Formentor, die Bucht von Pollenca und die Halbinsel La Victoria. Wagemutige können den Blick auch von dem 10 Meter hohen Turm erleben, der über außen angebrachte Steigeisen erklommen werden kann. Doch das Nonplusultra ist es, an diesem Ort einen Sonnenauf- oder -untergang zu erleben.

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Wer am Cap Formentor nicht von Touristen überrannt werden will, muss sehr früh oder im Winter da sein

Wer im Sommer einen Ausflug zum Cap de Formentor unternimmt, sollte die Badesachen nicht vergessen. Kiesstrände wie die Cala Figuera, die Cala Murta oder der Sandstrand Playa de Formentor laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein.

Den Endpunkt der Straße bildet das Cap de Formentor mit dem Faro de Formentor. Bei guter Sicht kann man hier in der Ferne die kleine Schwester Mallorcas, die Insel Menorca, erkennen. Das Basishaus des Leuchtturms wurde im Laufe der Jahre zu einem kleinen Bistro umgebaut.

Pollenca – Treppensteigen ist hier Pflicht

Die Altstadt von Pollenca mit den engen und verwinkelten Gassen konnte über die Jahrhunderte ihr ursprüngliches und natürliches Flair behalten. Zentraler Punkt des Ortes ist der Placa Major und die hier befindliche Kirche Nostra Senyora des Àngles aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Platz und den angrenzenden Gassen findet jeden Sonntag der Wochenmarkt statt. Das Angebot an frischem Obst und Gemüse, Oliven in allen Variationen, Käse, Wurst, Schinken, Süßigkeiten, Blumen, Bildern und Handwerkskunst aus verschiedenen Materialen ist eines der vielfältigsten auf der ganzen Insel.

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Die Treppe von Pollenca mit Blick nach unten

Die bekannte Treppe mit den 365 Stufen, eine für jeden Tag des Jahres, hinauf zum Kalvarienberg befindet sich in unmittelbarer Nähe. Am Ende des von Zypressen gesäumten Weges befindet sich eine kleine Wallfahrtskirche. Neben der Kapelle hat man von einer kleinen Aussichtsplattform einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt, die Halbinsel Formentor, die Bucht von Pollenca bis hin zur Halbinsel La Victoria.

Etwas abseits des Stadtzentrums befindet sich ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: die Pont Romá, die Römerbrücke, die über das meist ausgetrocknete Flussbett des Torrent de Sant Jordi führt. Die Frage, ob die Brücke wirklich von Römern erbaut wurde oder doch erst im Mittelalter entstanden ist, wird von Historikern unterschiedlich beantwortet. Egal aus welcher Zeit sie wirklich stammt, ein Besuch ist sie auf jeden Fall wert.

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Die Aussicht vom Puig de Maria

Gegenüber dem Kalvarienberg befindet sich der Hausberg von Pollenca, der Puig de Maria, auf dem sich das Santuari de la Mare de Déu del Puig befindet. Sein Ursprung geht auf das Jahr 1362 zurück, als Ordensschwestern auf dem 330 Meter hohen Berg eine Klosterschule gründeten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mit dem Bau des Refektoriums, des Kapitelsaals, der Küche, des Domitoriums und des wuchtigen Wachturmes erweitert. Heute ist das Kloster sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. Neben der Besichtigung der Klosterkapelle und verschiedenen Innenräumen mit einem kleinen Museum, kann man sich in einem kleinen Bistro mit Snacks und Getränken stärken. Für die Wanderung hinauf zum Gipfel sollte man eine Gehzeit von 2 Stunden einplanen.

Fornalutx – zu Besuch im schönsten Dorf Spaniens

Sicher könnte man einen Spaziergang durch das pittoreske Dörfchen in 20 oder 30 Minuten absolvieren, denn Sehenswürdigkeiten wie in manch anderen Orten kann man hier nicht wirklich finden. Die Magie des Ortes liegt in ihm selbst und um den Zauber zu spüren, braucht man Zeit. Schmale Gassen mit üppigen Bougainvilleasträuchern in allen Farbtönen, liebevoll restaurierte Häuser aus Bruchsteinen, eingebettet in grünen Gärten, blühenden Orangen- und Zitrusplantagen und den Bergen Serra de Tramuntana. Es scheint, als ob die Zeit hier irgendwann stehen geblieben sei.

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Fornalutx gilt als eines der schönsten Dörfer von Mallorca und wurde schon mehrfach ausgezeichnet

Am Placa d`Espana finden sich unter hohen Bäumen mehrere Cafés, Restaurants, kleine Läden und ein „Schicksals-Brunnen“, von dem erzählt wird, dass jeder, der von seinem Wasser trinkt, vom Schicksal in das Dörfchen zurückgeführt wird. Oberhalb des Platzes liegt die Pfarrkirche Navidad de Nostra Senyora aus dem 16. Jahrhundert. Das Außenportal ist mit einer Marienfigur und einer Sonnenuhr gestaltet. Jedem Besucher wird auch das Gebäude mit quadratischen Verteidigungsturm auffallen, in ihm befindet sich derzeit das Rathaus des Städtchens. Von hier kann man über die hinabführende Natursteintreppe zu einem kleinen romantischen Bachlauf schlendern.

In Reiseführern wird Fornalutx schon seit vielen Jahren immer wieder als schönstes Dorf Mallorcas bezeichnet. 2017 wurde dem Ort dieser Titel erneut verliehen. Das Städtchen hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Kleinod entwickelt.

Die Gärten von Alfabia (Arabische Gärten)

Die Gärten von Alfabia sind ein Musterbeispiel arabischer Gartenbaukunst auf Mallorca und eines der wenigen, die heute noch erhalten sind. Denn viele maurische Bauten wurden bei der Zurückeroberung Mallorcas im Jahre 1229 durch die Christen zerstört. Der damalige Besitzer Ben Abet verbündete sich jedoch mit König Jaume I. dem Eroberer und erhielt dafür dieses Anwesen als Belohnung.

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Die Arabischen Gärten

Die Gartenanlage ist dank eines wohldurchdachten Bewässerungssystems und der windgeschützten Lage eine immergrüne Oase. Einheimische Bäume wie Steineichen, Johannisbrotbäume oder Olivenbäume kann man hier ebenso finden wie Zedernbäume oder chinesische Palisanderbäume, kleine Wasserläufe durchziehen das Gelände, mehrere Springbrunnen sprudeln vor sich hin. Nicht nur bei Kindern ist besonders an heißen Tagen ein Säulengang aus 24 steinernen Wasserspeichern beliebt, die auf Knopfdruck kleine Wasserfontänen in die Höhe schießen. Eine kleine Bar & Caféteria an einem idyllischen Seerosenteich bietet Snacks und Erfrischungen unter dem Schatten großer Palmen an.

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Riesige Plantanen säumen die Allee, die zu dem Anwesen führt und im Volksmund „Gang zum Salon“ genannt wird. In dem im 12. Jahrhundert erbauten Herrenhaus befindet sich heute ein Museum mit antiken Möbeln und Gemälden. Von der großzügigen Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Park.

In einem angrenzenden Gehege werden Enten, Gänse, Ziegen, Esel und die inseltypischen schwarzen Schweine gehalten.

Die mediterranen Gärten von Alfabia, zwischen Bunyola und Sóller gelegen, gelten zu den ältesten und schönsten in ganz Spanien und gehören deshalb natürlich zu den Top-Ausflugszielen auf Mallorca.

Eintrittspreis (Stand 2017):
7,50 EUR

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